Martins FilmemacherblogDies ist mein Filmemacherblog für Kurzfilminteressierten, Amateurfilmer, Hobbyfilmer, Freizeitfilmer oder die es werden wollen. In diesem Film Blog findest Du u.a. meine Serie "Filmen für Anfänger" (Wie lerne ich filmen?) und viele weitere Beiträge zum Thema Filmhardware (Welche Videokamera soll ich kaufen?), Filmbearbeitung (Was ist das ideale Videobarbeitungsprogramm für mich?), Filmtechnik, Filmfestivals, Beiträge über Kurzfilme und Kinofilme und weitere allgemeine Themen, auch zum Thema Internet und Suchmaschinen allgemein.

Was Du nirgendwo auf meinem Filmemacherblog findest: irgendwelche lustigen Filmchen, wie sie unter der Angabe "Amateurfilm" des öfteren im Fernsehen zu sehen sind, denn das hat mit Amateurfilm rein gar nichts zu tun. Ebenfalls falsch am Platz bist Du, wenn Du unter Amateurfilm irgendwelche hausgemachten Pornofilme erwartest, die mit Amateuren gedreht wurden. Auch das hat mit Amateurfilm rein gar nichts zu tun.

Was Du allerdings hier im Filmemacherblog erwarten darfst, das sind anspruchsvolle Filme und auch Beiträge zu anspruchsvollen Filmen, denn ich bin nicht nur Hobbyfilmer, sondern auch ein Filmfreak und schaue natürlich gerne Filme an, ob im Kino oder zuhause am großen Bildschirm, oder Kurzfilm oder Langfilm.

Ach ja, ich bin Mitglied in unserem lokalen Film- und Videoclub Landshut VHS. Wir sind Teil des BDFA (Bundesverband Deutscher Film-Autoren) und organisiert in der UNICA dem größten Amateur-Filmverband der Welt.

Bilder auf Aluminium bei ZOR.COM

Vor kurzem habe ich die Gelegenheit gehabt, bei ZOR.COM ein Panoramabild von mir auf Aluminium in der Größe 120x40 drucken zu lassen.

Dort wird die Möglichkeit geboten, nicht nur Bilder auf Glas oder Leinwand, sondern auch auf Aluminium (Alu-Dibond Platte) drucken zu lassen und das zu einem sehr günstigen, ja fast konkurrenzlosen Preis. Dabei sind neben Standardformaten auch viele Sonderformate in beliebigen Größen möglich. Ich habe dafür eines meiner Lieblingsbilder ausgewählt, ein Panorama von Landshut, geschossen von der Burg Trausnitz aus. Das Bild hat das Format 120x40 und ist mit einem Panorama-Programm aus vielen Einzelbildern entstanden. Die Auflösung ist über 160mpx groß.

Das hochladen des Bildes auf der Webseite ist sehr einfach. Auf der Webseite wählt man gewünschte Art und das Format und lädt das Bild in größtmöglicher Auflösung hoch. Dann wählt man den Versender, wobei DPD, DHL-Express möglich sind, Express kostet natürlich den entsprechenden Aufpreis. Bezahlen kann man mit Kreditkarte und Paypal. Ich habe dabei Paypal gewählt und DPD als Versender. Man muss sich für eine Bestellung nicht registrieren, aber natürlich seine Adressdaten eingeben. Anschließend "Bestellung abschicken" und sich zurücklehnen, bis die entsprechende Liefermitteilung kommt.

Die Seite von ZOR ist übrigens sehr einfach und funktional gestaltet und viele klare Erklärungen sorgen für weitere Übersichtlichkeit.

 

Nach etwa 6 Tagen kam dann sowohl von ZOR als auch DPD eine E-Mail, dass das Bild auf dem Weg ist. Zwei Tage später nochmals eine Mitteilung von ZOR und dem Versender, dass das Bild an diesem Tag ankommen wird. Ich war schon natürlich mehr als gespannt auf das Ergebnis. Die Verpackung von ZOR ist ok und funktional, an den Ecken nochmals verstärkt, dass nicht passieren kann. Der Versender DPD behandelt das Paket aber offensichtlich nicht so gut, aber es ist unversehen bei mir angekommen. 

Schon während des Auspackens dann das erste WOW. Trotz Folie war schon die Qualität zu sehen.

Die sehr hohe Auflösung des Bildes macht sich natürlich bemerkbar. Gerade im linken Teil, welcher die Häuser am Dreifaltigkeitsplatz zeigt, sind so lebendig herausgekommen, dass man meint, man könnte in die Fenster reinschauen. Natürlich macht das Bild an sich sehr viel aus, wie es dann wirklich auf Aluminium dargestellt wird. Eigentlich müsste jeder ambitionierte Fotograf über mein Bild den Kopf schütteln. Aber hier habe ich die Regeln absichtlich gebrochen und eine mittige Aufteilung zwischen Himmel und der Stadt gewählt, da der Himmel selber mit seinen Wolken eine sehr schöne Struktur zeigt. Sehr viel macht auch aus, dass das Foto im November geschossen wurde, wo die Luft sehr klar ist und damit im Bild alle Feinheiten sehr gut rauskommen.

Im Moment habe ich das Bild noch nicht aufgehängt, da noch kein fester Platz dafür gefunden wurde aber auch so macht das Bild auf einer weissen Wand eine sehr gute Figur. Selbst wenn man ganz nah an das Bild geht, sind alle Details klar zu erkennen. ZOR.COM hat hier also ganze Arbeit geleistet und tatsächlich die Qualität des Bildes auf das Alu-Dibond übertragen.

Abschließend kann ich guten Gewissens sagen, dass ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin. Wenn man bedenkt, dass ein solcher Druck auf Alu-Dibond bei ZOR.COM ca. die Hälfte kostet, als von vergleichbaren Onlineshops ist das Preis-/Leistungsverhältnis eigentlich nicht schlagbar.






Fotobuch von Saal Digital

Vor zwei Wochen bekam ich Gelegenheit, ein Fotobuch von Saal Digital zu testen und möchte nun gerne darüber einen Erfahrungsbericht schreiben. Das Unternehmen hat mir einen Gutschein zukommen lassen und schon konnte ich loslegen.

Als Erstes galt es die Software zur Bucherstellung bei Saal Digital herunterzuladen. Das geht schon mal sehr einfach, auf der Homepage findet man sofort den Link (Download) und schon kann man loslegen. Die Software ist sehr übersichtlich, man wählt ein Format aus und kann auf viele Vorlagen zurückgreifen oder einfach leere Seiten, auf denen man seine Bilder positioniert. Nach einigen Vorüberlegungen habe ich mich für ein Fotobuch im Format 28x19 also Din A4 quer, entschieden. Als Thema nahm ich meine schönsten Bilder von Landshut.

Das schwierigste war erstmal die Auswahl und Platzierung der Fotos. Ich habe mich für dieses Format entschieden, da ich viele Panorama Fotos von Landshut habe und ich einige über 2 Seiten platzieren wollte. Ging aber recht schnell und problemlos. Die Software weist auch darauf hin, wenn Ränder überschritten werden, schon mal eine sehr hilfreiche Funktion. Nach ca. 3 Stunden waren dann auch alle Fotos platziert. Nun kann man einfach das Fotobuch in den Warenkorb legen und zur Kasse gehen. Alles einfach und einleuchtend.

Nach der Bestellung bekommt man sofort einen Link zum fertigen Fotobuch im Onlineformat: Landshut - Meine schönsten Bilder

Diesen Link kann man teilen, anderen zuschicken und es wird dadurch eine weitere Bestellung ermöglicht. Wer also mein Fotobuch gerne habe möchte, kann es sich jederzeit bestellen.

Gleich am nächsten Tag kam die Mitteilung, dass das Fotobuch fertig ist und per DHL Paket verschickt wird. Und tatsächlich war es am nächsten Tag da. also keine 3 Tage von Zusammenstellung bis zum Fotobuch in der Hand halten. Mein erster Eindruck war "WOW". Habe das Buch gleich meinem Kollegen in der Arbeit gezeigt und er meinte, das könnte ich locker verkaufen. Nun ich bin nur ein Hobbyfotograf, andere können es sicher besser, trotzdem gefällt mir persönlich meine Zusammenstellung sehr gut.

Ja und was soll man zu der Qualität der Bilder sagen? Ist das Ausgangsmaterial gut, so sind auch die gedruckten Bilder gut.

@SaalDigital

#saaldigital 

Rig, Schiene, Steadycam oder doch Gimbal?

Es gibt auf dem Markt viele technische Hilfsmittel, mit den man Kamerabewegungen gleichmäßiger und ruhiger gestalten kann. Eine Handkamera hat ja immer der Nachteil, wenn man geht, dass sie unruhig, nicht ausgeglichen wirkt und man die Schritte „sieht“. Dabei ist es egal, ob man sich nach vorne, nach hinten oder seitlich bewegt. Bei ebenem Untergrund, also z.B. asphaltiertem Weg oder zu Hause auf Laminatboden kann man noch andere Hilfsmittel einsetzen, beim Gehen oder Laufen mit der Kamera auf einem unruhigen Hintergrund gibt es jedoch im Moment diese vier in der Überschrift beschriebenen Möglichkeiten.

Ein Rig beruhigt eine Aufnahme etwas, man bleibt trotzdem beweglich. Ein Anfang tut es ein einfacher günstiger Rig, da man erst selber feststellen muss, ob das einem wirklich behagt und ob es einem was bringt. Ich habe auch eins, aber ich komme damit wenig zurecht, verwende es entsprechend selten. Ein Rig ist sehr hilfreich, wenn man zusätzliche Geräte an die Kamera anschließen will und trotzdem beweglich bleiben will. Dazu gehört ein externer Monitor oder Aufnahmegerät, ein externes Mikrofon, eine Follow-Focus Einrichtung usw.

Eine Schiene ist dann gut, wenn man Landschaftaufnahmen oder sonst etwas unbewegtes kreativer darstellen will. Schließlich ist ja Film Bewegung und nichts ist langweiliger als statische Aufnahmen von statischen Dingen. Wenn man in der Aufnahme geschickt Vorder- und Hintergrund kombiniert, ergeben sich oft interessante Perspektiven. Je länger natürlich die Schiene, desto teuer und komplexer der Aufbau. Ich würde persönlich bei 80 cm anfangen, das genügt erst einmal zum Lernen und passt auf ein Stativ. Ein Motor ist am Anfang ebenfalls nicht notwendig, wird es bei sehr langsamer Bewegung (Timelapse) natürlich interessant.

Eine Steadycam bringt nur dann was, wenn man die Kamera richtig ausbalanciert hat und wenn anschließend die führende Hand so kräftig ist, dass man das auch über eine längere Aufnahme aushält. Das ausbalancieren hat mich aber am Anfang auch Stunden gekostet und das wiederholte sich bei jedem Objektivwechsel. Wenn man dann mit der Steadycam geht, ist es am wichtigsten, dass Hände und Füße so gut wie möglich entkoppelt sind. Die Steadycam hilft natürlich hier sehr stark dabei. Ohne Steadycam, Kamera nur in der Hand und gehen, da merkt man dann in der Aufnahme deutlich die Schritte, wodurch eine Auf- und Abwärtsbewegung entsteht. Mit der Steadycam gleitet die Kamera schöner und gleichmäßiger.

Dem Gimbal gehört sicher die Zukunft. Allerdings sind mir 1000 Euro oder mehr im Moment dafür einfach zu viel, dafür brauche ich das zu selten. Unter 1000 bekommt man heute, so glaube ich, noch nichts richtig Gutes, aber das sieht in 5 Jahren sicher anders aus. Ein Gimbal gleicht im Vergleich zu der Steadycam die Bewegung nicht mechanisch, sondern elektronisch durch Motoren aus. Ein Gimbal ist meistens auch leichter als eine Steadycam, schließlich braucht man keine Ausgleichsgewichte.

Günstige Alternativen sind, wenn geeignet für die Aufnahme: Skateboard, Einkaufswagen, Rollator oder auch ein Rollstuhl. Ebenfalls ein Cabrio, aber das habe ich auch nicht. Ein Kumpel hat mal Fahrer gespielt, als wir mal einen Triathlon Film gemacht haben, war damals super für Laufen und Radfahren. Funktioniert aber nur gut auf ebenen gut asphaltierten Straßen. Falls man ein Motorrad (und Fahrer) hat, geht das natürlich auch, allerdings müssen Motorradfahrer und auch Kameramann viel lernen und probieren, bevor das einmal richtig klappt.

Weitere günstige Alternativen sind natürlich Eigenbauten. Wenn ein Kameramann darin begabt ist, kann er sich viel Geld sparen, die meisten Einzelteile für ein Rig, Steadycam oder Schiene sind günstig in Baumärkten zu bekommen.

Eine weitere Möglichkeit ist natürlich die elektronische Stabilisierung in der Nachbearbeitung. Das können manche Programme schon ganz gut, man muss aber immer beachten, dass man ein Teil des Bildes verliert, weil die Stabilisierung etwas hineinzoomen muss, sonst bekommt man schwarze Ränder.

Filme machen für Fotografen

Foto und Film haben ja einiges gemeinsam, so auch Fotografen und Filmer. Da fast alle Fotokameras von der kleinen Knipse bis zum großen Vollformat Boliden Filmaufnahmen machen können, möchten viele Fotografen immer öfters auch filmen. Ich meine nicht die professionellen Fotografen, sondern uns ambitionierte Hobbyfotografen, die Lunte gerochen haben und nun auch Filme machen wollen.

Als ambitionierter Hobbyfotograf nehme ich mal an, Du knipst nicht, sondern machst Fotos, überlegst Dir also genau, welche Geschichte ein Foto erzählen soll, welche Wirkung es auf den Betrachter erzielen soll und verstärkst das auch in der Nachbearbeitung.

Beim Film ist es ähnlich. Du überlegst Dir zuerst eine Geschichte, die Du mit einem Film erzählen willst und wie es auf den Zuschauer wirken soll. Auch beim Film macht ein Großteil die Nachbearbeitung aus, ein Teil davon ist der Schnitt.

Was brauche ich also als Fotograf zum Filmen? Hardwaretechnisch gesehen erstmal nichts, denn als Fotograf hast Du ja vermutlich schon eine gute Kamera, die auch filmen kann. Das Stativ, was Du zum Fotografieren benutzen tust, kannst Du erstmal auch zum Filmen hernehmen, denn Schwenks werden nicht das erste sein, was Du unbedingt ausprobieren musst.

Zuallererst brauchst Du eine Geschichte. Die kann am Anfang noch so einfach sein:


  • Der Frühling ist da, was machen die Blumen in meinem Garten?
  • Ich bin am Sonntag in einem Wildpark und möchte Euch davon erzählen
  • Mein Sohn/Tochter spielt gerne mit seinen Legobausteinen. Was macht er damit?
  • Ich gehe durch den Wald spazieren und entdecke viele interessante Dinge
  • Ich mache eine Städtereise und möchte Euch über eine interessante Stadt erzählen


Das sind erstmal sehr einfach klingende Geschichten, müssen aber im Film entsprechend umgesetzt werden.

Später wird es sicher ambitionierter und vielleicht wagst Du Dich auch mal an eine richtige Reportage/Dokumentation oder sogar einen Spielfilm. Hier brauchst Du dann umso mehr eine Geschichte, die Du mit Deinem Film erzählst.

Hier ein Beispiel für einen sehr einfachen Film zu einer einfachen Geschichte:

Natürlich tut man, genauso wie beim Foto auch beim Film vieles ausprobieren, um zu lernen und probiert viele technische Hilfsmittel aus. Aber letztendlich ist das einzige, was wirklich notwendig ist, Deine Fotokamera, die auch filmen kann.

Hast Du schon mal als Fotograf eine Fotostory gemacht? Also nicht einzelne Bilder, sondern mit mehreren Bildern eine Geschichte erzählt? Dann bist Du schon sehr nah daran. Ein Film besteht immer aus mehreren Szenen und jede Szene sollte filmisch aufgelöst werden. Nahaufnahmen und Totalen sollten sich abwechseln, eine Szene besteht immer aus mehreren zusammenhängenden Aufnahmen und nicht aus Einzelbildern.

Fotografen passiert häufig am Anfang ihrer Filmkarriere, dass sie sehr statische Bilder machen. Das ist auch jeden Fall viel besser, als wild herumzuschwenken oder grundlos durch die Gegend zu zoomen. Eine Geschichte lässt sich aber viel lebendiger erzählen, wenn sich auch die Kamera bewegt. Im einfachsten Fall ist es einfach ein Verfolgen der Protagonisten mit der Kamera in der Hand (z.B spielende eigene Kinder), dann ist ein Stativ oft sogar hinderlich und eine Handkamera besser geeignet. Nichts ist langweiliger, als ein Kind mehrere Minuten lang vom Stativ beim Spielen zu filmen. Gerade bei Kindern ist es wichtig, dass Du auf deren Augenhöhe bist und dann wird es mit Stativ schwierig.

Einen Grundsatz gilt immer: Bewegt sich was vor der Kamera, dann kann die Kamera auch unruhiger sein, der Zuschauer merkt es nicht. Bewegt sich nichts vor der Kamera, also z.B. bei Landschaftsaufnahmen, dann sollte die Kamera auch ruhig sein, bzw. sich sehr ruhig bewegen.

Hier ein Beispiel für einen einfachen Film, den ich komplett aus der Hand gedreht habe:

Was ist mit Licht? Als Fotograf benutzt Du häufig Deinen Blitz. Natürlich tut man beim Film auch ausleuchten, das ist allerdings schon die hohe Schule der Filmkunst. Am Anfang kommst Du sicherlich ohne zusätzliches Licht aus. Wenn es nicht anderes geht, dann ist eine LED Lampe ganz hilfreich, denn ein Blitz hilft Dir selten weiter, Du brauchst ja Dauerlicht.

Aber kommen wir zurück zu einer Szene. Ein praktisches Beispiel: Du möchtest bei einer Städtereise filmen. Du nimmst Dir vor einzelne historische Gebäude zu zeigen und damit die Geschichte der Stadt zu erzählen. Nun entdeckst Du ein solches historische Gebäude, was Dich interessiert und was Du filmisch zeigen möchtest. Was machst Du?

Ein „Knipser“ stellt sich davor und macht ein Bild.

Ein Fotograf sucht sich einen interessanten Standpunkt mit Vorder- und Hintergrund, wo das Gebäude zu sehen ist. Er macht mehrere Bilder aus mehreren Perspektiven, vielleicht auch mit einigen Details.

Der Filmer arbeitet ähnlich. Er zeigt vielleicht auch noch zusätzlich den Stadtplan, oder ein Schild, wo der Name des Gebäudes zu sehen ist und macht einige Totalen mit Vorder- und Hintergrund, macht aber auch viele Details vom Gebäude. Berücksichtigt dabei auch Menschen, die hinein- oder hinausgehen. Zusätzliche Herausforderung: Man spricht einen dieser Menschen an und frägt nach dem Gebäude. Natürlich musst Du ihn dann auch fragen, ob Du ihn bei der Antwort filmen darfst. Ist es ein Einheimischer, erzählt die Person Dir möglicherweise interessante Sachen über das Gebäude und schon hast Du eine Geschichte.

Später beim Schnitt musst Du natürlich Details und Totalen abwechseln, am Anfang beginnst Du evtl. mit einer Totalen, dann schneidest Du das Schild rein, was den Namen des Gebäudes verrät und zum Schluss musst Du noch einen interessanten Übergang zum nächsten Gebäude finden. Wichtig dabei ist, Du musst den Zuschauer leiten und die Geschichte für ihn filmisch interessant erzählen. Später beim Schnitt ist es wichtig den Leitsatz „Kill your darling“ zu berücksichtigen. Ist eine Aufnahme noch so gut, passt aber nicht in die Geschichte oder den Gesamtablauf hinein, dann sollte man sie auch nicht rein nehmen.

Unwichtige, nichtssagende Aufnahmen solltest Du ebenfalls weglassen, jede Aufnahme im Film sollte die Geschichte vorwärtstragen und etwas Neues erzählen.

Dann kann es natürlich passieren, dass das Wetter recht wechselhaft ist. Entweder Du wartest, bis die Bedingungen so sind, wie Du sie haben willst, oder Du musst später beim Schnitt die Wetterbedingungen auch noch berücksichtigen und evtl. auch etwas Farbanpassungen machen.

Hier ein schon etwas mehr ambitionierter Film über den 3. Oktober in München:

Du siehst, eine Szene ist nicht einfach eine Aufnahme, sondern eine Abfolge von Aufnahmen, mit denen Du die Geschichte möglichst interessant erzählst. Aus mehreren solchen Szenen, die entsprechend thematisch in die Geschichte passen, besteht dann der gesamte Film.

Ein Film sollte dann natürlich auch noch einen Anfang und ein Ende haben. Du solltest dem Film auch einen Titel geben und am Ende noch hinschreiben, wessen Idee es war, wer gefilmt hat und wer geschnitten hat. Untermalung mit Musik ist dann natürlich noch eine andere Geschichte, da will ich hier nicht auf Einzelheiten eingehen.

Du siehst also, einen Film zu machen, ist gar nicht so schwierig, wenn man einige grundlegende Sachen berücksichtigt, viele davon sind einem Fotografen ja nicht neu.

Und schließlich ein Beispiel für einen schon recht ambitionierten Spielfilm von 2014, die ich mit einem Clubfreund gemacht habe:

BAF 2016

Am 11. März 2016 lief mein neuester Film "Lausanne Lumières" bei der BAF (Bayerische Film + Video Festspiele) im niederbayerischen Oberalteich. Die BAF sind das Filmereignis des Jahres bei den Bayerischen nicht-kommerziellen Filmemachern. Der Landesverband Film + Video Bayern e.V. richtet diese Festspiele jedes Jahr aus. Eingeladen sind die interessantesten Filme der 3 Landesfilmfestivals. Alles Weitere auf www.film-festspiele.de.