allein

5 Minuten, Experimentalfilm

3. Preis beim Ostbayerischen Landeswettbewerb in Landshut
Weitermeldung und Teilnahme am FANTEX Festival in Lorch

Die Idee kam mir beim Lesen von Büchner´s "Lenz". Könnte man aus einer vorhandenen Geschichte einzelne Sätze herausnehmen, so daß eine neue eigenständige Geschichte entsteht ? Die Vorlage erschien mir geeignet, da in "Lenz" viele Gemütszustände und -wandlungen beschrieben werden, die sich immer wieder um das Alleinsein drehen. Das war die Idee. Die Umsetzung war schon viel schwieriger. Die Bilders schwirrten schon in meinem Kopf, nämlich subjektive Kamera, ohne einen Menschen im Bild und immer in einer trostlosen Gegend. Also durchsuchte ich alles, was ich schon auf Band hatte. In Karthago habe ich sowas gedreht, in den Ausgrabungen von Knossos und Feistos auf Kreta auch. Die Bilder waren aber sehr unruhig, das konnte ich nicht gebrauchen. Also einen einfachen Trick angewendet und das Ganze vierfach verlangsamt laufen gelassen. Außerdem mußte noch ein starker Blaufilter her, damit das Ganze bedrückender wirkt, so wie auch der Zustand des Alleinseins. Da aber im Text auch einige Lichtblicke waren, mußten nun aber noch Zwischenaufnahmen rein. Also sämtliche Bilder CD´s durchsucht, bis die Passenden gefunden waren. Was aber mit dem Text machen. Alleine wollte ich ihn nicht sprechen und keiner schien mir dazu geeignet. Also machte ich mich auf die Suche nach einer gesprochenen Version. Zwei Tage lang klapperte ich sämtliche CD Läden in München durch, bis ich fündig wurde. Eine ganze neue Aufnahme des gesprochenen Lenz. Der Rest war nun wie immer Fleißarbeit, bis alles in der Form war, so wie ich mir das am Anfang vorgestellt habe.

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